Liegenschaftszinssatz – Definition und Bedeutung
Der Liegenschaftszinssatz ist der Zinssatz, mit dem der Wert einer Immobilie im Verhältnis zu ihrem Reinertrag ausgedrückt wird. Er ist der zentrale Marktparameter im Ertragswertverfahren und wird vom Gutachterausschuss aus der Kaufpreissammlung abgeleitet.
Wirtschaftliche Bedeutung
Der Liegenschaftszinssatz entspricht der Verzinsung, die der Markt für eine bestimmte Immobilienart erwartet. Er berücksichtigt Risiken wie Leerstandsrisiko, Instandhaltungsaufwand und Drittverwendungsfähigkeit.
Typische Liegenschaftszinssätze
Typische Bandbreiten: Wohngebäude 2–5 %, Bürogebäude 4–6 %, Einzelhandel 4–7 %, Gewerbe/Industrie 6–9 %. In Ballungsräumen wie Heidelberg liegen die Zinssätze für Wohnimmobilien am unteren Ende.
