Kaufpreissammlung – Definition und Bedeutung
Die Kaufpreissammlung ist eine Datenbank, in der alle beurkundeten Grundstückskaufverträge einer Region erfasst werden. Sie wird von den Gutachterausschüssen geführt und ist die wichtigste Grundlage für Bodenrichtwerte und andere Marktdaten.
Rechtliche Grundlage
Gemäß § 195 BauGB sind Notare verpflichtet, eine Abschrift jedes Kaufvertrags über Grundstücke an den zuständigen Gutachterausschuss zu übermitteln. So entsteht eine vollständige Erfassung aller Immobilientransaktionen.
Inhalt und Nutzung
Die Kaufpreissammlung enthält: Kaufpreis, Grundstücksgröße, Lage, Bebauungszustand, Nutzungsart, Baujahr und weitere wertrelevante Merkmale. Sachverständige nutzen sie zur Ableitung von Vergleichspreisen und zur Plausibilisierung von Bewertungsergebnissen.
