Mietausfallwagnis – Definition und Ansatz
Das Mietausfallwagnis ist eine Kostenposition innerhalb der Bewirtschaftungskosten im Ertragswertverfahren. Es berücksichtigt das statistische Risiko, dass Mieteinnahmen durch Leerstand, Mieterinsolvenz oder Rechtsstreitigkeiten zeitweise ausbleiben.
Bestandteile
Das Mietausfallwagnis umfasst das Leerstandswagnis (Risiko von Leerstandszeiten zwischen Mietverhältnissen) und das Mietausfallrisiko (Risiko zahlungsunfähiger Mieter). Die Höhe hängt vom Vermietungsstand und der Drittverwendungsfähigkeit ab.
Übliche Ansätze
Für Wohnimmobilien in normaler Lage: 2–4 % des Jahresrohertrags. Bei Gewerbeimmobilien: 3–6 % und mehr. Struktureller Leerstand wird zusätzlich als boG erfasst.
