Bauerwartungsland

Bauerwartungsland – Definition und Bewertung

Bauerwartungsland sind Flächen, bei denen nach objektiver Einschätzung in absehbarer Zeit mit einer Ausweisung als Bauland zu rechnen ist. Dies ergibt sich aus laufenden Bauleitplanverfahren, Darstellungen im Flächennutzungsplan oder anderen planerischen Absichten der Gemeinde.

Abgrenzung zu anderen Entwicklungsstufen

Bauerwartungsland nimmt eine Zwischenstellung zwischen Rohbauland und endgültigem Bauland ein. Es liegt über dem Wert landwirtschaftlicher Nutzflächen, hat aber noch nicht die Werthöhe erschlossenen Baulandes erreicht. Die Entwicklungswahrscheinlichkeit ist der entscheidende Wertparameter und bestimmt den anzusetzenden Bodenrichtwert.

Bewertungsmethodik

Bauerwartungsland wird häufig im Vergleichswertverfahren oder mittels der Residualwertmethode bewertet. Der erwartete Baulandwert wird mit einem Abschlag versehen, der das Entwicklungsrisiko, den Zeitaufwand und die noch anfallenden Erschließungskosten widerspiegelt.

Praktische Bedeutung

Sachverständige analysieren hierzu Flächennutzungspläne, Bebauungsplanentwürfe und kommunale Beschlüsse, um die Entwicklungswahrscheinlichkeit zu beurteilen.

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