Flächennutzungsplan – Definition und Funktion
Der Flächennutzungsplan (FNP) ist der vorbereitende Bauleitplan einer Gemeinde. Er stellt für das gesamte Gemeindegebiet die beabsichtigte Art der Bodennutzung in den Grundzügen dar. Der FNP ist nicht unmittelbar verbindlich, hat aber rechtliche Bindungswirkung für nachgeordnete Bebauungspläne.
Inhalte des Flächennutzungsplans
Der FNP stellt die beabsichtigte Flächennutzung dar: Wohnbauflächen, gemischte Bauflächen, gewerbliche Bauflächen, Sonderbauflächen, Grünflächen, Flächen für Gemeinbedarf, Verkehrsflächen sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen.
Verhältnis zum Bebauungsplan
Aus dem FNP werden verbindliche Bebauungspläne entwickelt (Entwicklungsgebot). Widerspricht ein B-Plan dem FNP, ist er in der Regel unwirksam. Dies sichert die Planungskohärenz.
Bedeutung für die Wertermittlung
Der FNP gibt Aufschluss über die künftige Nutzung eines Grundstücks. Im FNP als Wohnbaufläche dargestellte Flächen ohne Bebauungsplan sind häufig als Bauerwartungsland zu bewerten. Sachverständige analysieren den FNP als Bestandteil der planungsrechtlichen Recherche.
