Bodenrichtwertgrundstück – Definition
Das Bodenrichtwertgrundstück (auch: Richtwertgrundstück) ist ein fiktives Grundstück, auf das sich der Bodenrichtwert einer Zone bezieht. Es repräsentiert die typischen Eigenschaften der Grundstücke in dieser Zone und dient als Vergleichsmaßstab für die Bodenwertermittlung.
Eigenschaften des Richtwertgrundstücks
Das Richtwertgrundstück wird definiert durch: Nutzungsart (Art der baulichen Nutzung), Maß der baulichen Nutzung (GFZ, GRZ), Erschließungszustand (voll erschlossen), typische Grundstücksgröße und Grundstückstiefe.
Anwendung bei abweichenden Grundstücken
Weicht das zu bewertende Grundstück von den Eigenschaften des Richtwertgrundstücks ab, muss der Bodenrichtwert angepasst werden. Hierfür stellen Gutachterausschüsse Umrechnungskoeffizienten (z. B. für abweichende GFZ) bereit.
Praxisbedeutung
Ein sorgfältiger Umgang mit dem Richtwertgrundstück ist essenziell für eine korrekte Bodenwertermittlung. Sachverständige dokumentieren die Anpassungsschritte transparent im Gutachten.
