Sanierungsgebiet – Definition und Auswirkungen
Ein Sanierungsgebiet ist ein durch Satzung förmlich festgesetztes Gebiet, in dem städtebauliche Sanierungsmaßnahmen nach §§ 136 ff. BauGB durchgeführt werden. Ziel ist die Beseitigung städtebaulicher Misstände und nachhaltige Gebietsverbesserung.
Rechtliche Folgen der Festsetzung
Mit der Festsetzung werden im Grundbuch Sanierungsvermerke eingetragen. Diese begründen Genehmigungsvorbehalte für Veränderungen und Verkäufe. Nach Abschluss der Sanierung sind Eigentümer verpflichtet, einen Ausgleichsbetrag für sanierungsbedingte Bodenwertsteigerungen zu zahlen.
Chancen und Risiken für Eigentümer
Öffentliche Investitionen können die Lagequalität und damit den Immobilienwert erhöhen. Andererseits belasten Genehmigungsvorbehalte, der Ausgleichsbetrag und Nutzungseinschränkungen den Verkehrswert während der Sanierungsphase.
