Baugrundrisiko – Definition und Bedeutung bei der Grundstücksbewertung
Das Baugrundrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Beschaffenheit des Untergrunds eines Grundstüks nicht den Anforderungen für die geplante Bebauung entspricht. Dies kann zu erhöhten Gründungskosten, Setzungsschäden oder Unbebaubarkeit führen und beeinflusst den Bodenwert erheblich.
Ursachen von Baugrundrisiken
Mögliche Ursachen sind: schlechte Tragfähigkeit (z. B. Moorboden, aufgefüllte Flächen), Bergbauschäden, Karsterscheinungen, Grundwasserhochstand sowie chemische Verunreinigungen. Letztere können auch mit Altlasten zusammenhängen.
Auswirkungen auf den Verkehrswert
Das Baugrundrisiko kann den Verkehrswert erheblich mindern. Sind erhöhte Gründungskosten erforderlich, reduziert dies den effektiv erzielbaren Baulandpreis. Sachverständige berücksichtigen bekannte Baugrundprobleme als boG und nehmen entsprechende Abzüge vor.
Baugrunduntersuchung
Zur Abklärung empfiehlt sich ein geotechnisches Gutachten (Baugrundgutachten). Bei Vorhandensein von Altlasten sollte zusätzlich ein Bodengutachten eingeholt werden. Die Kosten einer Sanierung sind als wertminderndes boG abzusetzen.
