Beleihungswert – Definition und Abgrenzung zum Verkehrswert
Der Beleihungswert ist der Wert einer Immobilie, der als Grundlage für die langfristige Kreditbesicherung dient. Er basiert auf nachhaltig erzielbaren Werten und ist in der Regel niedriger als der aktuelle Verkehrswert, da er Marktschwankungen ausklammert.
Gesetzliche Grundlagen
Die Ermittlung des Beleihungswerts richtet sich nach dem Pfandbriefgesetz (PfandBG) und der Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV). Diese schreiben konservative Ansätze vor, die sicherstellen, dass der Wert auch in ungünstigen Marktphasen erhalten bleibt. Der Beleihungswert darf nicht höher sein als der Verkehrswert.
Methodik der Beleihungswertermittlung
Wie beim Verkehrswert kommen Vergleichswert-, Ertragswert– und Sachwertverfahren zum Einsatz – jedoch mit konservativem nachhaltigem Ertrag und vorsichtigen Liegenschaftszinsätzen.
Beleihungsauslauf
Kreditinstitute vergeben Hypothekenkredite bis zu einem bestimmten Beleihungsauslauf (z. B. 60–80 % des Beleihungswerts). Der Beleihungswert bestimmt damit maßgeblich die Finanzierungsmöglichkeiten bei Immobilienkauf und -investition.
