Bruttogrundfläche (BGF)

Bruttogrundfläche (BGF) – Definition und Abgrenzung

Die Bruttogrundfläche (BGF) ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerks einschließlich aller Konstruktionsflächen (Wände, Stützen). Sie wird nach DIN 277 ermittelt und umfasst mehr als die Wohnfläche oder Nutzfläche.

Bestandteile der BGF

Die BGF gliedert sich nach DIN 277 in die Nettogrundfläche (NGF) (alle nutzbaren Räume) und die Konstruktionsgrundfläche (KGF) (Flächen der tragenden und nicht-tragenden Bauteile). Die BGF ist damit die umfassendste Flächengröße eines Gebäudes.

Bedeutung im Sachwertverfahren

Die BGF wird im Sachwertverfahren zur Berechnung des Gebäudesachwerts herangezogen, wenn die Normalherstellungskosten (NHK 2010) auf Basis der BGF tabelliert sind. Sie ist zudem Grundlage für Baukostenkennwerte bei Gewerbeimmobilien.

Abgrenzung zur Wohnfläche

Die BGF ist deutlich größer als die Wohnfläche nach WoFlV, da sie Konstruktionsflächen, Treppenhäuser und Technikräume einschließt. Für Miet- und Kaufpreisangaben ist die Wohnfläche die maßgebliche Bezugsgröße.

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